Garagen-Investments klingen einfach – und das sind sie oft auch. Aber es gibt typische Fehler die Einsteiger immer wieder machen und die teuer werden können. Wir haben die fünf häufigsten zusammengestellt damit du sie vermeidest.

Fehler 1: Die Rendite nicht selbst nachrechnen

Der häufigste und teuerste Fehler: Investoren verlassen sich auf die Renditeangaben des Verkäufers oder Anbieters. Brutto-Renditen von 6–8 % klingen verlockend – aber nach Hausgeld, Leerstand, Verwaltung und Steuern bleiben oft nur 3–4 % übrig.

Rechne immer selbst nach. Benutze unseren Renditerechner und gib alle Kosten realistisch ein – nicht die Best-Case-Zahlen des Verkäufers.

⚠️ Beispiel aus der Praxis

Ein Anbieter wirbt mit "5,2 % Netto-Rendite". Im Kleingedruckten steht: vor Steuern, ohne Instandhaltungsrücklage, bei 100 % Vermietung. Realistisch sind nach allem 2,8 % – weniger als ein Tagesgeldkonto.

Fehler 2: Die Lage nicht persönlich prüfen

Kauf nie einen Stellplatz den du nicht selbst besucht hast – zumindest nicht für den Anfang. Fotos lügen, Beschreibungen beschönigen. Was du vor Ort prüfen solltest:

Fehler 3: Das Hausgeld unterschätzen

Viele Einsteiger schauen nur auf Kaufpreis und Mieteinnahme – und vergessen das monatliche Hausgeld. Bei Tiefgaragenstellplätzen in einer WEG können das 30–80 € pro Monat sein. Bei einer Miete von 80 € bleiben dann nur noch 0–50 € übrig. Das frisst die Rendite komplett auf.

Frag immer nach der aktuellen Hausgeldabrechnung und schau ob Sonderumlagen geplant sind.

Fehler 4: Kein Testinserat schalten

Bevor du kaufst: Schalte ein kostenloses Testinserat auf Kleinanzeigen – "Stellplatz zu vermieten in [Straße]" mit dem Preis. Wenn du innerhalb einer Woche 5+ Anfragen bekommst ist die Nachfrage gut. Wenn nichts kommt, lass die Finger davon. Dieser Test kostet nichts und spart potenziell tausende Euro.

Fehler 5: Zu lange warten auf das perfekte Objekt

Der entgegengesetzte Fehler: Manche Einsteiger analysieren jahrelang und kaufen nie. Das perfekte Objekt gibt es nicht. Ein solides Objekt mit 4,5 % Rendite das du heute kaufst ist besser als ein theoretisch besseres das du in drei Jahren noch nicht gefunden hast.

Setze dir klare Mindestkriterien – zum Beispiel: mindestens 4 % Netto-Rendite, gute Lage, kein Sanierungsstau – und kaufe das erste Objekt das diese Kriterien erfüllt.

✅ Fazit

Die meisten dieser Fehler lassen sich mit etwas Vorbereitung komplett vermeiden. Rechne selbst nach, besichtige persönlich, prüfe das Hausgeld und teste die Nachfrage – dann bist du schon deutlich besser aufgestellt als die meisten Einsteiger.

Rendite selbst nachrechnen

Gib dein Wunschobjekt in unseren Rechner ein – mit allen Kosten – und sieh die echte Rendite.

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