Fahrzeug auf einer Parkfläche

Garagen und Stellplätze gelten als die "kleine Schwester" der klassischen Immobilienanlage – günstig im Einstieg, wenig Aufwand und solide Rendite. Aber lohnt sich das wirklich? Dieser Guide erklärt dir alles was du als Einsteiger wissen musst.

Warum Garagen als Investment interessant sind

Wer in Deutschland in Immobilien investieren möchte, denkt meist sofort an Wohnungen oder Häuser. Dabei übersehen viele eine oft attraktivere Alternative: Garagen, Tiefgaragenstellplätze und Außenstellplätze. Der Grund ist simpel – der Parkplatzmangel in deutschen Städten ist massiv und wächst weiter.

In Großstädten und Ballungsräumen kommen auf jeden freien Parkplatz mehrere Suchende. Wer einen festen Stellplatz besitzt, hat selten Probleme einen Mieter zu finden – und wenn doch, ist der nächste meist schnell gefunden.

💡 Wusstest du?

In Deutschland gibt es rund 47 Millionen zugelassene PKW – aber nur einen Bruchteil der benötigten privaten Stellplätze in Innenstadtlagen. Die Lücke wächst jährlich.

Die Vorteile gegenüber Wohnimmobilien

Die Nachteile die du kennen solltest

Was sind realistische Renditen?

Die Rendite hängt stark von Kaufpreis, Lage und Mieteinnahmen ab. Als grobe Orientierung für Deutschland:

StandortKaufpreisMonatsmieteBrutto-Rendite
Kleinstadt / B-Lage5.000–10.000 €40–60 €5–8 %
Mittelgroße Stadt (z.B. Dinslaken)10.000–20.000 €60–90 €4–6 %
Großstadt (z.B. Köln, Hamburg)20.000–50.000 €80–150 €3–5 %
München / Frankfurt Innenstadt50.000–100.000 €150–300 €2–4 %
⚠️ Achtung bei Renditeversprechen

Anbieter wie Speicher-Box oder BOX!T werben mit 5–7 % Rendite. Diese Zahlen sind oft Brutto-Werte vor Kosten. Nach Hausgeld, Verwaltung, Leerstand und Steuern bleiben häufig nur 3–4 % übrig. Rechne immer selbst nach – unser Renditerechner hilft dir dabei.

Die rechtliche Struktur: das musst du vor dem Notartermin verstehen

Der häufigste Anfängerfehler passiert nicht beim Besichtigen, sondern beim Nicht-Fragen: Viele Einsteiger unterschreiben, ohne zu wissen, welche Rechtsform der Stellplatz überhaupt hat. Zwei Fragen solltest du vorab klären.

1. Teileigentum oder Sondernutzungsrecht?

Nur bei Teileigentum (eigenes Grundbuchblatt) kannst du den Stellplatz unabhängig von einer Wohnung kaufen, beleihen und wieder verkaufen. Bei einem reinen Sondernutzungsrecht gehört der Platz weiter der gesamten Eigentümergemeinschaft – ein eigenständiger Kauf ist in der Regel nicht möglich. Der Unterschied im Detail →

2. Steht die Garage auf eigenem oder fremdem Grund?

Manche Garagenhöfe – gerade ältere im Ruhrgebiet – stehen auf Erbbaurecht (umgangssprachlich „Erbpacht"). Kein Ausschlusskriterium, aber Restlaufzeit und Erbbauzins solltest du vor dem Kauf im Grundbuch prüfen, nicht erst danach. Worauf es ankommt →

Welche Garagentypen gibt es?

So findest du dein erstes Objekt

  1. Portale durchsuchen: ImmoScout24, Immowelt, Kleinanzeigen – Suchauftrag einrichten und warten
  2. Zwangsversteigerungen: Auf zvg.de regelmäßig schauen – manchmal echte Schnäppchen
  3. Hausverwaltungen ansprechen: Direkt bei lokalen Verwaltungen anfragen ob jemand verkaufen möchte
  4. WEG-Eigentümer kontaktieren: Über das Grundbuchamt Eigentümer ermitteln und direkt anschreiben
  5. Lokale Makler: Viele Deals laufen gar nicht öffentlich – Makler vor Ort kennen die Objekte

Rendite direkt berechnen

Hast du ein konkretes Objekt im Blick? Unser Renditerechner zeigt dir sofort ob es sich lohnt – mit Brutto-, Netto- und Nachsteuer-Rendite.

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